Warum das Schicksal des Euros bereits besiegelt ist

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Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ Schon eine etwas seltsame Sichtweise eines Parteifunktionärs. Denn die meisten Staaten in Europa halten andere Währungen vor und nur eine Minderheit hat den Euro eingeführt. Aber um die Aussage überhaupt verstehen zu können, muss man hinter die bizarre Denkweise dieser Leute blicken. Mit „Europa“ ist nicht etwa Europa gemeint, sondern das bürokratische Ungetüm Europäische Union. Für manche auch (halb-) scherzhaft: Das Altenheim für ausgediente Parteifunktionäre. Scheitert die Europäische Union, dann scheitern viele EU-Posten. Im Übrigen: Hoch dotierte Funktionärsposten, für wenig Arbeit und noch weniger Verantwortung. Hinzu kommt, eine babylonische Sprachverwirrung. Um nicht alles übersetzen zu müssen, sind die meisten Schriftstücke in Englisch gehalten. Aber warum eigentlich? Nach den Ausstieg Englands aus der EU, wird innerhalb der Europäischen Union, nur in Malta und auf Irland die englische Sprache im Alltag gepflegt. Allerdings die haben bei der EU, Maltesisch und Keltisch angemeldet. Die mit Abstand meist gesprochene Sprache in der EU ist Deutsch, nur das hat kaum eine Bedeutung. Wer also die Europäische Union und den Euro verstehen will, begibt sich auf eine ideologisch holprige Irrfahrt, die nach einer langen Fahrt im Nirgendwo endet. Und genau dieser Weg, ist für den Euro schon heute vorbestimmt.

>>Der Schwarze Juni: Brexit, Flüchtlingswelle, Euro-Desaster – Wie die Neugründung Europas gelingt von Hans-Werner Sinn (Buch) <<

„Auch der damalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis, der im Januar 2015 nach einem Sieg der Partei Syriza ins Amt kam, hat den Austritt vorbereitet. Sofort nach dem Amtsantritt hat er eine Geheimkommission unter Leitung des Polit-Ökonomen James K. Galbraith zur technischen Vorbereitung eines Austritts eingesetzt und später erklärt, dass er eine virtuelle Parallelwährung auf der Basis der Steuernummern der griechischen Bürger vorbereitet hatte. Varoufakis wollte die Parallelwährung nur als Alternativplan für den Fall, dass die Verhandlungen mit der Troika, also der EU, dem IWF und der EZB, scheitern würden. Es ging bei diesen Verhandlungen um ein drittes Rettungspaket bzw. einen Schuldenschnitt sowie um die Auszahlung der restlichen 12,7 Milliarden Euro aus dem zweiten Rettungspaket, das nach zweimaliger Verlängerung Ende Juni 2015 auslief.“

 

>>Focus<<

„Die Experten des Feri Cognitive Finance Institute vermuten hinter dem aktuellen Budgetstreit zwischen Italien und Brüssel eher eine Inszenierung. Die eigentliche Idee dürfte vielmehr sein, erst eine Parallelwährung einzuführen und dann aus der Eurozone auszusteigen. … Er ist dabei der Ansicht, dass der aktuelle Budget-Streit Italiens mit der EU Teil einer größeren Inszenierung ist, die von der italienischen Regierung gezielt aufgeführt und eskaliert werde. Das detaillierte Konzept für die Vorstufe zum Austritt aus der Eurozone, vermutet er, habe die Regierung längst in der Schublade. Die Mini-BOTs dürften im inländischen Geldverkehr als alternatives Zahlungsmittel zugelassen werden. „Die Regierung hätte damit eine Art Parallelwährung und könnte ohne Rücksprache mit der EZB neues Geld in Umlauf bringen“, sagt Rapp.“

 

>>Welt<<

„Der Euro ist für Deutschland zu billig und für Spanien zu teuer, sagt ein renommierter Finanzwissenschaftler. Er rät den starken Ländern deshalb zur Einführung einer stabilen Parallelwährung. Anleihekäufe durch die Zentralbank, Banklizenz für den Rettungsfonds EFSF. So hoch umstritten diese Fragen in der Öffentlichkeit und unter Volkswirten sind – Kaum ein Experte glaubt, dass Kunstgriffe wie diese die Euro-Krise lösen können. Die Unterschiede in Kosten und Konkurrenzfähigkeit können dadurch nicht ausgeglichen werden.“

Besonders Italien hat die Vorteile des Euros klar erkannt: Es kann sich auf Kosten anderer Euro-Länder quer finanzieren. Sollte die ungedeckte Kreditkarte des Euro-Systems irgendwann nicht mehr funktionieren, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Parallelwährung eingeführt. Die Weichen dafür wurden bereits gestellt. Ganz ähnlich scheinen auch andere Euro-Länder zu verfahren.

 

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